Höhepunkte im Gartenjahr: Immergrüne Pflanzen

Immergrüne geben dem Garten auch im Winter Struktur: Zwerg-Koreatanne, Schirmtanne, Skimmie, Mahonie und Co. – acht Gehölze, die jetzt ihren Auftritt haben.

Immergrüne Pflanzen

Immergrüne Pflanzen verleihen einem Garten nicht nur das ganze Jahr über ein ansprechendes grünes Erscheinungsbild, sondern sie bringen auch eine Vielzahl von praktischen Vorteilen mit sich. Die Entscheidung, immergrüne Gewächse in Ihren Garten zu integrieren, geht weit über die Ästhetik hinaus. Diese Pflanzen trotzen den Jahreszeiten, bieten Schutz für Vögel und andere Tiere und sorgen für eine konstante Struktur im Garten.

Zwerg-Koreatanne

Botanischer Name: Abies koreana 'Oberon'

Diese Zwergform der Koreatanne ist ein Liebhabergehölz mit einem bizarren Erscheinungsbild. Ungewöhnlich ist ihre sehr kurze Benadelung. In reizvollem Kontrast zu den dunkelgrünen Nadeln stehen helle, fast weiße Knospen an den Treibspitzen. Die anspruchslose Pflanze wächst langsam und kompakt, höchstens 50 cm Höhe und Breite kann sie erreichen. Sie kann sonnig bis halbschattig stehen, ein durchlässiger Boden wird bevorzugt. Die Zwerg-Koreatanne ist extrem frosthart. Sie eignet sich gut für kleine Gärten, Balkone, Kübel und Grabbepflanzungen.

Schirmtanne

Botanischer Name: Sciadopitys verticillata

Mit ihrer aparten Erscheinung passt die Schirmtanne gut in elegante Gärten. Auffallend ist ihre schirmartige Benadlung. Ihr Wuchs ist rundlich bis kegelförmig. Die Schirmtanne wird am besten einzeln gepflanzt. Sie wächst sehr langsam. Im Alter von etwa 10 Jahren erreicht sie gerade 30 bis 40 cm. Ihre Nadeln sind im Austrieb frischgrün, später dunkelgrün glänzend.

Die Schirmtanne bevorzugt einen halbschattigen und luftfeuchten Standort. Sonne und Wind verträgt sie nur, wenn der Boden optimal ist. Die Schirmtanne gedeiht am besten auf einem nährstoffreichen, kalkarmen, humosen Boden. Bei zuviel Kalk färben sich ihre Nadeln gelb. Sie braucht viel Nahrung und besonders bei Stickstoffmangel werden die Nadeln im Winter bräunlich. Sie ist vollkommen winterhart, aber sehr empfindlich gegen Spätfröste im Mai/Juni. Schirmtannen werden fast nie von Schädlingen befallen.

Japanische Blütenskimmie 'Rubella'

Botanischer Name: Skimmia japonica Rubella

Das Besondere an der Japanischen Blütenskimmie ´Rubella´ ist, dass sie im Herbst rötliche Blütenknospen bildet, die den ganzen Winter über dekorativ an den Zweigen stehen. Die glänzenden, dunkelgrünen Blätter stehen im Winter im reizvollen Kontrast zu den leuchtend roten Knospen und Blattstielen. Von April bis Mai erscheinen weiße Blüten.

Die Skimmie Rubella ist ein kleiner immergrüner Strauch, der sich hervorragend zur Bepflanzung von Kübeln, Gräbern und Vorgärten eignet. Sie wird nur 70-100 cm hoch und wächst kompakt.

Krummholz Kiefer

Botanischer Name: Pinus mugo mughus

Die Krummholz Kiefer ist ein niedrig wachsender, kompakter Nadelbaum, der besonders in alpinen Regionen heimisch ist. Sie zeichnet sich durch einen dichten, ausladenden Wuchs und ihre robuste Natur aus. Diese immergrüne Kiefer erreicht eine Höhe von etwa 1 bis 3 Metern und bildet tiefgrüne, nadelförmige Blätter, die das ganze Jahr über an der Pflanze bleiben.

Die Krummholz Kiefer ist äußerst anpassungsfähig und gedeiht auf fast jedem Boden – auch in trockenen und nährstoffarmen Lagen. Sie liebt sonnige Standorte und ist sehr winterhart, weshalb sie häufig in Steingärten, alpinen Gärten oder als Hangbefestigung gepflanzt wird. Ihre unempfindliche Natur macht sie zur idealen Wahl für Gärten, in denen sie auch als Windschutz oder Bodendecker dient.

Die Krummholz Kiefer ist pflegeleicht und benötigt nur wenig Rückschnitt. Ein natürlicher, kompakter Wuchs sorgt dafür, dass sie lange Zeit formschön bleibt und wenig Pflegeaufwand erfordert.

Mahonie ´Winter Sun´

Botanischer Name: Mahonia x media ´Winter Sun´

Von Januar bis April blüht die Mahonie ´Winter Sun´. Ihre gelben duftenden Blüten erscheinen in dichten Trauben. Die Mahonie Winter Sun ist immergrün. Ihre schmalen dunkelgrünen Blätter haben am Rand spitze Blattdornen. Sie wächst langsam und wird etwa 1,5 bis 2 Meter hoch. Bei Wintersonne und Frost sollte die Mahohie geschützt werden, sonst kann es zu Blattschäden kommen.

Efeu ´Woerneri´

Botanischer Name: Hedera helix ´Woerneri´

Der Efeu ´Woerneri´ ist eine starkwachsende und robuste Kletterpflanze, die Mauern und Fassaden rasch begrünt. Auch als Bodendecker findet der Efeu ´Woerneri´ Verwendung. Attraktiv sind die dunkelgrünen Blätter mit den weißlich-grünen Adern.

Oft wird diese Efeusorte für begrünte Zäune, wie z.B. die Hecke am laufenden Meter eingesetzt. Die Hecke am laufenden Meter ist eine gute Lösung für Ungeduldige. Hier erreicht man mit fertig begrünten Rankelementen, die in großen Trögen stehen, sofort den perfekten Sichtschutz für halbschattige bis schattige Lagen. Diese immergrüne Efeuhecke ist sehr anspruchslos, robust und winterhart. Gelegentlich sollte sie zurückgeschnitten werden.

Großblättrige Berberitze

Botanischer Name: Berberis julianae

Die Großblättrige Berberitze gehört zu den schönsten immergrünen Berberitzen. Sie verfügt über eine derbe lederartige Belaubung aus ovalen glänzend dunkelgrünen Blättern. Im späten Frühling zeigen sich gelbe Blüten, die in großen Büscheln zusammensitzen.

Die frostharte Heckenpflanze wird bis zu 2,5 Meter hoch. Sie kann als Formhecke gehalten werden. Ihre Dornen entwickeln sich an kantigen Zweigen und sind sehr stark. Daher sind Hecken mit dieser Berberitze unüberwindlich.

Seidenkiefer, Weymouthskiefer

Botanischer Name: Pinus strobus

In der Weihnachtszeit sind die Zweige der Seidenkiefer mit den langen, feinen, weichen Nadeln beliebt für festlichen Schmuck. Auch ihre schmalen Zapfen sind sehr dekorativ. Aber auch als immergrüner Gartenbaum ist sie das ganze Jahr eine eindrucksvolle Erscheinung.

Die Seidenkiefer ist sehr standorttolerant, sie kann sonnig bis halbschattig stehen, gedeiht auch auf schlechten Böden. Sie ist zuverlässig frosthart und mit ihrer tiefen Pfahlwurzel unempfindlich gegen Sturm. Seidenkiefern können bis zu 500 Jahre alt werden.

Die Seidenkiefer wächst schnell, wird bis zu 30 Meter hoch und kann, wenn Sie frei steht, ein beeindruckender Blickpunkt im Garten werden.

Wem die Seidenkiefer zu groß für seinen Garten ist, dem sei die Zwergform Pinus strobus ´Nana´ (syn. ´Radiata´) empfohlen, die nur etwa 180 cm hoch wird.

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